Welcher Katzenbesitzer kennt das nicht und welcher Katzenbesitzer hat nicht schon mal selbst im Netz gegoogelt, wenn die Katze nichts mehr fressen will? 

Am Morgen bettelt dein Vierbeiner um ein leckeres Katzenmenü, kurz vor dem verhungern, doch das lecker Hühnchen Filet im eigenen Saft, wird kurz an geschnuppert und bekommt in kürze den Katzenrücken zu sehen. Bleibt noch ein wenig Zeit, wird noch fleißig an der Wand oder am Boden gescharrt, als wolle man das Futter so schnell wie möglich mit Erde bedecken.

Der unwissende Katzenbesitzer macht sich sofort Vorwürfe und versteht die Welt nicht mehr. ” Das leckere Futter magst du nicht?” Jetzt ist das Futter kein Billigprodukt das mit Zucker, Farbstoffen oder sonstigen Geschmacksverstärkern versetzt ist, sondern wirklich nur das reine Hühner- oder Thunfischfilet, so dass man es selbst am liebsten essen würde.

Entschließt man sich das Futter den ganzen Tag stehen zu lassen, landet es meist am Abend im Müll oder der Toilette und der nächste Beutel wird probiert.
Gibt man der Katze was anderes, wiederholt sich die Geschichte von vorne. Meist wiederholt sich dieser Vorgang und schön langsam verzweifelt der gutmütige Katzenbesitzer.

Durchstöbert man nun das Netz nach möglich Ursachen findet man ständig nur die selben Gründe wie:

  • Futterstreik nach Umzug
  • Trauer
  • Neues Futter, Neuer Futternapf
  • Ungewohnte Gesellschaft
  • Verwöhntheit
  • Ungewohnte Putzmittel, neue Gerüche
  • Usw.

Sein wir mal ehrlich. Wenn einer dieser Gründe zutreffen würde, würden wir nicht im Netz nach einer Lösung suchen. So klug sind wir doch selbst und unsere Katzen kennen wir besser als jeder andere. Der Grund muss also irgendwo anders liegen.

Bei dem sogenannten Hungerstreik betrifft es so gut wie nur Katzen, die ihre Vorlieben auf Nassfutter ausgelegt haben und stellen dementsprechende Ansprüche an ihre Futterquelle. Der Trockenfuttertiger ist da weit problemloser, da ein hochwertiges Trockenfutter generell gut angenommen wird.

Wie jeder Nassfutterkatzenbesitzer weiß, bleibt die Katze so und so nicht sehr lange bei demselben Futter. Ein ständiger Wechsel ist vorgeschrieben und wird durch den “Hungerstreik” meist erzwungen.

Wann kommt es zu diesem ungewöhnlichen Hungerstreik?

Auffällig ist die Jahreszeit. Der Häufigste Zeitpunkt ist in der Kälteperiode in den Monaten Jänner und Februar.

Freigänger meiden in der kalten Jahreszeit die freie Natur und halten sich vermehrt im warmen, geschützten Zuhause auf.  Ist der Freigänger im Sommer viel an der frischen Luft unterwegs, verbringt den Tag mit Mäusefangen und Revier auskundschaften, so ist der Aktivitätslevel sehr hoch und die Katze benötigt eine erhöhte Energiezufuhr, sprich Fressen.

Ist die Katze im Winter sehr viel im Eigenheim und hat wenig Bewegung wird der Energieverbrauch automatisch reduziert, was sich natürlich auch am Fressverhalten bemerkbar macht. Die Katze benötigt viel weniger Protein, da sie bereits einen Vorrat im Herbst angelegt hat.

Ein Gewohnheitstier

Jetzt liegt es irgendwie in der Gewohnheit der Katze, zu fressen und das betteln um Futter ist wie ein tägliches Ritual. Dazu kommt noch die Unzufriedenheit, den gewohnten Tagesablauf nicht nachkommen zu können / wollen.

Die Katze braucht einen gewohnten Tagesablauf, den sie sich im Sommer selbst einrichtet. Sie verlässt zur selben Zeit das Haus, geht ihre gewohnte Runde, nimmt neue Gerüche auf, verbringt den Nachmittag mit Mäuse jagen, schaut mal ob wer zu Hause ist, geht wieder eine Runde und nach einem erfüllten Katzentag legt sie sich zufrieden in den Nachtschlaf.

Ist es draußen kalt, der Boden gefroren oder es regnet, sind unsere Diven oft gezwungen den Ablauf zu ändern. Kommt das über einen längeren Zeitraum vor, werden die Fellnasen unzufrieden, spinnen nur so herum und machen Sachen, die sie sonst nicht machen würden und ….. verweigern das Fressen. Nicht weil es ihnen nicht schmeckt, sondern weil sie unzufrieden sind und aktuell eigentlich gar kein Fressen benötigen – sie haben den Drang zum “Frustfressen” aber benötigen keine Protein, Taurin oder Vitamin Zufuhr.

Abhilfe kann mit erhöhte Aufmerksamkeit und mehr Aktivität geschaffen werden. Ebenso die Futtermenge verringern. Frisst deine Katze im Sommer ca. 200g Nassfutter, reduziere es um mindestens die Hälfte, Beschäftige dich mit Ihr, und steigere den Energieverbrauch, dann kommt der Appetit von selbst.

Wenn deine Katze Aufmerksamkeit benötigt erkennst du es zb. am lästigen Miauen während ihr am Mittagstisch sitzt, aufdringliches Bekuscheln während du auf dem Sofa beim Fernsehschauen bist

Bei Indoor Katzen ist es in etwas ähnlich nur mit dem Unterschied, dass sie keine Outdooraktivitäten haben und ihren täglich Ablauf im Inneren planen (müssen).

Ebenso wie bei den Freigängern, liegt es in der Natur der Katze, vor dem Winter einen Reservespeck anzufressen und die Unterwolldichte zu erhöhen. Die Katzen werden in der Kalten und unangenehmen Jahreszeit ebenso ruhiger und gemütlicher und umso länger diese Phase anhält umso unausgelasteter werden sie.

Unser Tipp für Katzen im Hungerstreik:

  • Die Tägliche Futtermenge reduzieren.
  • Erhöhte Aufmerksamkeit für deine Felsnase
  • Mehr Aktivität durch tägliche Spieleinlagen

Wie reagiert deine Fellnase und wie sind deine Erfahrungen mit dem Futterstreik bei Katzen?

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