Fotos by Jasmin Sachse

Ein Dackel ist sehr selbstbewusst und würde es somit locker mit einem Pitbull aufnehmen. Doch gleichzeitig sind sie kleine Hunde, auf die man gerade im Umgang mit größeren Hunden Rücksicht nehmen muss.  Eigensinnige Hunde gehen nicht so auf fremde Menschen zu, wie man es von anderen Hunderassen kennt. IHREN Menschen lieben sie aber natürlich schon, auch wenn sie das vor anderen Hunden niemals zugeben würden. Sie lieben bequeme weiche Bettchen und kuscheln gern, können aber auch richtig aufdrehen und halten sich für den größten Jäger der Welt. Manchmal sind sie schon ein wenig dreist und brauchen eine gute Erziehung, aber zum Glück gibt es den Dackelblick, der uns alle um die Pfote wickelt.

Auch Jasmin erlag dem Dackelblick und schenkte zwei Dackeln ein Zuhause. Sie wünschte sich einen Hund und da sie mit Ihrem Partner in einer Kleinstadt lebt, sind kleine Hunde ideal. Klein genug für eine Stadt, aber dennoch Powerpakete. Ihre Lucy sah sie das erste Mal mit 4 Wochen und war sofort verliebt. Bud war 10 Tage jünger und eigentlich gar nicht geplant. Ein paar Wochen später saßen beide im Auto in Richtung neues zuHause.

Lucy ist vom Wesen her ein Gegensatz, sie ist eher schüchtern, während Bud alles und jeden für seinen Freund hält. Natürlich war das so eine Sache: Zwei Welpen und dann auch noch Rüde und Hündin! Aber die beiden sind zwei tolle, “große” Dackel geworden. 🙂


Tierportrait – Der Dackel

Name der Rasse

Dackel oder Dachshund oder in Jägersprache “Teckel”

Herkunftsland

Deutschland

Durchschnittliches Alter

12 – 18 Jahre, die kleineren Dackelrassen haben eine höhere Lebenserwartung

Besondere Merkmale

Der Dackel hat einen niedrigen, langgestreckten und kurzbeinigen Körper

Größe und Gewicht

Standarddackel: Brustumfang ab 35 cm / Gewicht von 9 kg

Kaninchendackel: Brustumfang von max. 30 cm / Gewicht von ca. 4 kg

Zwergdackel: Brustumfang von 35 cm / Gewicht von ca. 5 kg

Fellfarben nach FCI Standard:

Dackel gibt es in drei verschiedenen Felllängen mit unterschiedlichen Fellfarben. Kurzhaardackel stammen von der ursprünglichen Dachsbracke ab, unter Einkreuzung von Spaniel entstanden Langhaardackel und unter Einkreuzung von Terrier Rauhaardackel.

Kurzhaardackel und Langhaardackel kommen in schwarz-rot, rot, braun-rotrot gestromt, gelb gestromt,schwarztiger und brauntiger vor. Rauhaar gibt es in hell- und dunkelsaufarben und dürrlaubfarben.

Nach FCI ausgeschlossen sind vollständig schwarze Dackel sowie weiße Dackel.

Wesensbeschreibung

Da es den Dackel in so vielfältiger Form gibt, zeigen sich auch hier Unterschiede innerhalb der Rasse. Die Gemeinsamkeit aller Dackelarten ist ihre Intelligenz, sie sind schnelle Lerner und vielseitig einsetzbar, ob als Jagdhund oder Trickdoging. Lediglich Agility ist aufgrund der langen Wirbelsäule durch das ständige Springen nicht ratsam. Als Erdhund liebt so ziemlich jeder Dackel das Buddeln und schafft es innerhalb kürzester Zeit eine Wiese in eine Mondlandschaft zu verwandeln. Obwohl Dackel sehr wohl lernfähig und intelligent sind, steht auf einem ganz anderen Blatt, ob sie auch gerade Lust darauf haben. Man sagt, Dackel seien stur. Das stimmt nicht ganz, aber Dackel stellen den Sinn, ein Kommando jetzt auszuführen, grundsätzlich erstmal in Frage.

Da sie im Jagdgebrauch in Fuchsbauten kriechen müssen, sind sie sehr selbstständige Hunde, die nicht so abhängig von ihren Besitzern sind wie andere Hunde. Sie können trotzdem sehr verschmust sein, aber nur, wenn sie gerade Lust dazu haben. Als Jagdhundrasse haben sie einen ausgeprägten Jagdhund, am stärksten zeigt sich dieser beim Rauhaar, am wenigsten beim Langhaar.

Rauhaardackel haben wie erwähnt Terrierahnen, was sie zu besonders willensstarken und jagdlustigen Hunden macht. Sie sind unglaublich tapfer und hart im Nehmen und scheuen sich nicht davor, durch kaltes Wasser zu schwimmen. Ihr Jagdtrieb ist sehr stark, egal, ob es sich um einen Hasen, ein Wildschwein oder Nachbars Katze handelt. Für Jäger ist der Rauhaar damit ein beliebter Begleiter.

Der Kurzhaardackel zeigt etwas weniger Jagdinteresse, aber ist dennoch nicht abgeneigt, Wildtiere oder fremde Katzen zu verfolgen. Sie sind durch ihr kurzes Fell ohne Unterwolle anfälliger und frieren schneller, vor allem die kleineren Dackelgrößen benötigen bei Nässe oder kalten Temperaturen sogar Kleidung.

Langhaardackel haben den geringsten Jagdtrieb, dennoch ist ein gewisser Reiz auch bei ihnen gegeben. Durch das dichte, lange Fell frieren diese Dackel auch bei ungünstigen Witterungen weniger, ob sie gern Schwimmen, hängt jedoch vom Individium ab- Der eine mag es, der andere nicht.

Pflege des Hundes

Die Fellpflege ist beim Kurzhaardackel am wenigstens aufwendig, Schlammspritzer lassen sich mit einem feuchten Tuch abwischen, selten muss man ihn baden. Bürsten dient der Durchblutung der Haut, weniger der Fellpflege. Sie haben keinen so starken Fellwechsel und verlieren wenig Haare.  Langhaardackel und Rauhaardackel benötigen mehr Fellpflege, Rauhaardackel müssen regelmäßig getrimmt werden, Langhaardackelfell muss gebürstet und verschnitten werden.

Die Krallen müssen regelmäßig geschnitten werden, vor allem bei den kleineren Dackelarten nutzen sie sich nicht so schnell ab und können, wenn sie zu lang werden, zu Fehlhaltungen der Füße führen. Auch die Zähne neigen bei Kaninchen- und Zwergdackeln schnell zu Belag, weshalb sie regelmäßig kontrolliert und geputzt werden sollten.  Besonders wichtig bei Dackeln ist es, dass ihre lange Wirbelsäule geschont wird. Hohe Treppenstufen sollten sie getragen werden und besonders alte Dackel sollten nicht oft springen müssen.

Lucy und Bud

Danke an Jasmin für den tollen Einblick und schönen Bilder dieser Hunderasse.

 

Flauschige Grüße

Claudia von 4yourpet-Team

 

 

 

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