Kauknochen – Sinnvolle Knabberei für den Hund?

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Jeder Hund, ob groß oder klein – vom Dackel bis zum Rottweiler, liebt es auf etwas herum zu kauen.
Ein Kauknochen sorgt für großen Kauspaß und ist eine gute Beschäftigung des Tieres, trainiert die Kiefermuskulatur und dient zur Zahnpflege (löst Zahnstein). Das Tier betrachtet einen Kauknochen als Beute und möchte es an einem sicheren Ort genüsslich verzehren. Ja, sie enthalten wertvolles Calcium und sind ein wichtiger Bestandteil des BARF-Fütterungskonzeptes, dennoch sind sie in vielerlei Hinsicht umstritten. Es gibt ein paar Dinge die ein Hundebesitzer berücksichtigen sollte, damit ein Kauknochen eine sinnvolle Knabberei ist und bleibt – ohne den Hund zu schädigen.

Einige Produkte enthalten Chemikalien wie Weichmacher und künstliche Farbstoffe, die für den Hund schädlich sind. Kauartikel aus getrockneter Rinderkopfhaut oder -ohren, Geflügelhaut und auch Pansen sind zu empfehlen. Hühnerhälse sind zum Einstieg sehr gut geeignet, da sie nicht splittern, sind leicht zu beißen und von Fleisch umhüllt, so kann ausreichend Magensäure produziert werden. Ein Faktor warum ein Knochen splittert ist das Alter des Tieres, von dem es stammt. Bei älteren Tieren mineralisieren die Knochen und werden brüchig. Knochen von Jungtieren sind empfehlenswerter, denn diese sind noch weich und elastisch und splittern deshalb nicht. Hier eignen sich Brustbein und Rippen von Kalb oder Lamm. Achtung bei Geflügelknochen – diese splittern!

Ab einem Welpenalter von ca. 12 Wochen sind Knochen für den Vierbeiner geeignet. Es hilft beim Wechsel der Milchzähne, die neuen Zähne können besser durchbrechen und die Schmerzen werden gelindert. Ab und an kann es vorkommen das der Welpe den Knochen ganz verschluckt, hier regelt im Normalfall die Verdauung das Problemchen. Da es aber Schlinger unter den Welpen gibt, ist es sehr ratsam einen Knochen nur unter Aufsicht zu geben, wenn der Kausnack im Hals stecken bleibt, verschließt er die Luftröhre und der Hund kann daran ersticken.

Der Spruch „die Dosis macht das Gift“ passt hier sehr gut. Auch wenn es dem Vierbeiner viel Vergnügen bereitet, sollte man sich nicht hinreißen lassen nach Lust und Laune dem Hund einen Snack zu geben. 1-2 kleine Kauartikel am Tag genügen und diese sollten bei der Futtervergabe berücksichtigt werden. Denn auch Kauknochen haben Kalorien und bei großer Verzehrmenge kann es zu Übergewicht kommen. Der Verzehr von Knochen kann Darmverschluss, Magendrehung, Erstickung, Blut beim Stuhlgang und Verdauungsprobleme hervorrufen. Knochensplitter im Rachen und im Magen können zu Verletzungen führen. Daher ist eine Unverträglichkeit (Koprostose) mit dem Tierarzt abzuklären, wenn oben genannten Nebenwirkungen regelmäßig auftreten.

Flauschige GrüßeClaudia von 4yourpet-Team

 

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