Hundepfoten sind sehr sensibel. Gerade im Winter können sich die Pfoten durch Kälte, Nässe und Streusalz schnell entzünden. Daher sollte jeder Hundehalter auf eine gute Pfotenpflege achten.

Nerven fließen durch eine Pfote und in der Ballenhaut befinden sich viele Rezeptoren, die für die Wahrnehmung von Temperaturen, Berührungen und auch Vibrationen zuständig sind. Geschmeidige und gesunde Pfoten sind für einen Hund wichtig. Werden sie rau oder sogar rissig, kann der Vierbeiner sich etwas eintreten und verletzen.


Die Hundepfote unter der Lupe

Jede Hundepfote besteht aus 5 Zehen und 4 Fußwurzelballen (sitzen an der Pfotenspitze) Der Sohlenballen befindet sich in der Pfotenmitte und der etwas kleinere Ballen an der Rückseite wird Zehenballen genannt. Dann gibt es noch die fünfte Kralle, namens Afterkralle oder Wolfskralle, die an den Hinterläufern des Hundes zu finden ist. Im Normalfall sind die Vorderpfoten (Karpalballen) größer als die Hinterpfoten (Tarsalballen), da diese den größeren Anteil des Körpergewichtes tragen. So haben schwere Rassen, im Verhältnis zu kleineren Rassen, größere Pfoten. Eine große Pfote benötigt mehr Energie und vermindert die Geschwindigkeit bei der Fortbewegung.

Die Anatomie einer Hundepfote ist sehr umfassend und interessant, daher gibt es auch dazu einen kleinen Einblick. In der vorderen Pfote befinden sich 32 Knochen, 25 Muskeln  und 85 Ligamente (auch Bänder genannt). Die Haut zwischen den Ballen, nennt sich Zwischenzehenhaut. Zieht man die Krallen ein wenig auseinander, dann kann man diese gut erkennen. Die Krallen sind im Krallenbett vorhanden und sichtbar, wenn man die Kralle zwischen zwei Finger nimmt und das Fell hochschiebt. Von dort aus beginnt nun auch der knöcherne Teil der Hundepfote. In jeder Kralle befindet sich natürlich ein Blutgefäß. Also Vorsicht beim Krallen schneiden, werden sie zu kurz geschnitten, verletzt man ein Gefäß und der Hund blutet aus der Kralle.


Pfotenpflege vor dem Spaziergang

Durch den Schnee toben, Flocken jagen oder sich im weißen Meer wälzen, welcher Vierbeiner liebt das nicht? Bevor man zum Spaziergang aufbricht kann man bereits vorbeugend die Pfoten schützen. Reiben Sie die Hundepfoten mit Vaseline oder einer Pfotensalbe ein. Das Fett wirkt als Schutzschicht gegen Nässe und Streugut. Sollten Sie eine langhaarige Rasse haben, wäre es ratsam, das Fell zwischen den Zehen entsprechend zu kürzen, damit sich kein Eis, Schnee oder Streugut festkleben kann.


Kontrolle der Pfoten vor und nach jedem Spaziergang

Ist es möglich, dann vermeiden Sie stark gestreute Wege. Leider verbergen sich im Schnee noch weitere Gefahren, wie Glasscherben oder andere spitze Gegenstände. Daher ist es sehr wichtig, die Pfoten während und nach jedem Spaziergang, zu begutachten. Mit klarem Wasser die Pfoten säubern und anschließend gut trocknen. Die Ballen auf Risse oder Verletzungen kontrollieren und zum Schluss mit einer Pfotensalbe einfetten. Auch Hunde mögen eine wohltuende Massage und für die gemeinsame Bindung genial.

Erste Hilfe bei Schmerzen an der Hundepfote

Wenn Ihr Hund sich häufig an der Pfote leckt, ständig daran knabbert oder erkennen Sie ein eindeutiges Hinken? Dann sollten Sie umgehend die Pfoten kontrollieren. Denn trotz aller Vorsicht kann es passieren, dass Ihr Liebling sich an einem Fremdkörper verletzt. Bleiben Sie ruhig! Kleine Splitter können Sie mit einer Pinzette leicht entfernen. Halten Sie Ihren Hund fest, sprechen Sie mit ruhiger Stimme, während Sie den Übeltäter entfernen. Größere Fremdkörper sollten Sie vom Tierarzt entfernen lassen.


Pfotenpflege im Winter

Gerade im Winter durch die extremen Temperaturschwankungen sind die Pfötchen sehr sensibilisiert. Vom Wohnzimmer mit einer Bodentemperatur von ca. 20 Grad, geht es nach draußen, wo der Boden minus 5 Grad hat. Stellen Sie sich mal vor, wir Menschen gingen ohne Schuhe außer Haus. Undenkbar, nicht wahr? Leider wird heutzutage, viel zu viel Split oder Streusalz verbreitet. Wenn diese festfrieren, entstehen scharfkantige Klumpen und können zu feinen Rissen in den Pfoten führen. AUA! Schmerzhafte Entzündungen können die Folge sein. Daher wiederhole ich auch hier wieder: Kontrollieren Sie die Pfoten nach jedem Winterausflug!


Prinzipiell sollten Sie das ganze Jahr über die Pfoten Ihres Hundes im Auge behalten. Die Pfoten bewegen Sie auf den unterschiedlichsten Bodenverhältnisse (wie z.B. Asphalt, Rasen oder auf Steinen). Sie werden ganz schön beansprucht. Respekt für unsere Felltiere.

Flauschige Grüße    Claudia von 4yourpet-Team

 

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