by Eva Sophie Herzog

Die französischen Bulldoggen sind in den letzten Jahren zur meist geliebten Hunderasse weltweit geworden. Der Modehund! Die süßen Ohren, die runden Kulleraugen. Also ich kann die Liebe zu dieser Rasse gut verstehen. 😊 Jedoch lese ich mit weinenden Augen immer wieder von den Problemen die diese Rasse durch „Überzüchtung“ mit sich bringt. Schlechte Atmung, da die Nase zu eng gezüchtet wurde und sie dadurch schlecht bis gar nicht Luft bekommen. Eine Operation kann Abhilfe schaffen, dennoch sollte dies keine Lösung sein. Bereits bei den Elterntieren des Hundewelpen kann man erkennen, ob spätere Probleme auftreten könnten. Falsche Verpaarungen können zu solchen „Krankheiten“ führen. Daher ist es wichtig, bei seriösen Züchtern anzufragen, wenn Interesse für diese Hunderasse besteht, folglich dürfen nur frei atmende Elterntiere verpaart und zur Zucht zugelassen werden. Denn die sogenannten „Hobbyzüchter“ wissen meistens nicht was sie da tun.


Im Jahr 2004, wünschte sich ein kleines Mädchen namens Eva einen Hund. Mama fand es super, Papa aber mehr als doof. Eva blieb dran sich ihren Traum zu erfüllen und schloss eine Vereinbarung mit dem Oberhaupt. Er darf die Rasse aussuchen, dann darf ein Hund einziehen. Ein Handschlag besiegelte den Wunsch und die Suche ging los. Ihr Papa fand die Züchterin für französische Bulldoggen. Mama und Tochter waren nicht gerade begeistert, so ein kleiner Hund? Aber besser so ein Hund, als keiner, oder? Seitdem sind Bullys in dieser Familie nicht wegzudenken.

Duke und Johnny zogen ein und die Abenteuer nahmen seinen Lauf.

Duke vor einigen Wochen mit ca. 9 Monaten – im Vergleich zu Johnny ist er da schon ein richtiger Brummer geworden!
Johnny ist ein “Weiß Schecke”

Das Leben mit zwei französischen Bulldoggen

Eva beschreibt das Leben mit den süßen Fledermäusen größtenteils als sehr entspannt, Duke ist im Gegensatz zu Johnny aber aktiver und hat länger gebraucht, bis er keinen Blödsinn mehr anstellte (z. B. eine Rolle Klopapier im ganzen Haus zerfetzen, wenn man ihn mal 10 Minuten aus den Augen lässt), aber sie kann ihren Rackern gar nicht böse sein, vielleicht ein Grund wieso es so lange gedauert hat ihm den Blödsinn aus dem Kopf zu bringen. Aber wenn man mit solchen Bully-Aktionen gut klar kommt – so Eva – sind es die besten Familienhunde die man sich vorstellen kann und bringen einen in jeder Situation zum Lachen!

„Ich rate euch, beim Kauf eines Bullys lieber tief in die Tasche zu greifen und das Geld dafür beim Tierarzt zu sparen! Das heißt natürlich nicht, dass ein teurer Hund nicht auch krank werden kann, aber vor allem bei den Bullys kann man den Unterschied zwischen professioneller und unprofessioneller Zucht gut unterscheiden! „


Tierportrait – Die französische Bulldogge

Name der Rasse

Französische Bulldogge

Herkunftsland

Frankreich, ursprünglich zur Rattenjagd gezüchtet

Durchschnittliches Alter

9 – 12 Jahre

Größe und Gewicht

Rüden: Widerristhöhe von 27-35 cm / Gewicht von 9-14 kg

Hündinnen: Widerristhöhe von 24-32 cm / Gewicht von 8-13 kg

Besondere Merkmale

Typisch für den kompakten Hund sind die fledermausartigen, großen Ohren. Die Schnauze ist flach und zurückliegend.

Fellfarben nach FCI Standard:

Weiß Schecke, gestromtes Fell, Black Brindl, Brindl Pied, Red Tiger Brindl, Tiger Brindle, Reverse, Fawn mit Maske, Fawn ohne Maske, Red Fawn mit und ohne Maske, Red Fawn Pied, Sable, Reverse, uvm.

Französische Bulldogge
Duke trägt die Sonderfarbe “Blue Fawn”

Wesensbeschreibung

Die Französischen Bulldoggen sind wunderbare Familien- und Begleithunde und vor allem wollen sie am liebsten immer und überall mit dabei sein, völlig egal ob es sich um einen gemütlichen Abend auf dem Sofa oder eine Radtour handelt, die Bullys sind für jeden Spaß zu haben. Durch ihr Aussehen wird ihnen gerne mal Faulheit oder Gemütlichkeit unterstellt, aber wer eine Bulldogge in Action gesehen hat weiß, dass das so gar nicht stimmt, denn sie sind sehr aktiv und aufgeweckt. Bemerkenswert ist der typische Dickkopf, den diese Rasse mitbringt, denn Bullys haben in vielerlei Hinsicht ihren eigenen Kopf. Ein langer Geduldsfaden kann hier also in manchen Momenten definitiv von Vorteil sein.

Aber nichtsdestotrotz sind es unglaublich liebenswürdige, verschmuste, kuschelbedürftige Familienhunde, bei denen es auch gerne mal etwas mehr Action geben darf!

Pflege des Hundes

Französische Bulldoggen brauchen keine besondere Pflege. Durch ihr kurzes, eng anliegendes Fell braucht man sie auch nicht bürsten. Lediglich im Fellwechsel wäre das Bürsten empfehlenswert, damit die Haare nicht überall in der Wohnung hausen. Ab und an sollten auch die „Fledermausohren“ mal angeschaut und notfalls vorsichtig gesäubert werden. Baden finden einige Bullys unglaublich schrecklich und muss auch nur gemacht werden, wenn sie sich bei einem Spaziergang im Dreck gewälzt haben! Bulldogge halt… 🙂

Hier ist Duke fast ein Jahr alt

 

Danke an Eva für den tollen Einblick und schönen Bilder dieser Hunderasse.

Deine französischen Bulldoggen Johnny und Duke sind wahrlich zwei Zuckerschnuten. 🙂

 

Flauschige Grüße

Claudia von 4yourpet-Team

 

 

 

 

4 KOMMENTARE

  1. Hallo,ich finde es toll dass jemand mal nicht nur über eine Hunderasse sondern auch über einen individuellen Hund mit seinem Herrchen schreibt!! Das macht diesen Artikel viel persönlicher und interessanter! Danke dafür!
    Weiter so!!

    • Hallo Wolfgang,
      bei der Blogreihe “Hunderassen” ist es mir wichtig die Hund&Mensch Beziehung zu zeigen und nicht einfach nur ein typisches Rassenportrait zu erstellen. Kann man ja auch überall nachlesen. Danke für dein nettes Kommentar. Liebe Grüße Claudia

  2. Ich finde es gut, dass wieder mal das Problem der Ueberzuechtung ( insbesondere bei “Moderassen”) angesprochen wird! Jeder der sich ein Tier anschaffen möchte (wenn es denn schon unbedingt ein Rassetier sein muss), sollte sich zunächst einmal nicht bei dubiosen Hobbyzuechtern umschauen, sondern bei Tierärzten und eingetragenen Zuchtvereinen nachfragen! Auch sollte man sich darüber informieren, ob die Rasse zu den eigenen Lebensbedingungen passt (zu einem gemütlichen Menschen passt z. B. ein Bordercollie wie die Faust aufs Auge und da ist ein Scheitern als Hundehalter schon mal vorprogrammiert)! Solche Beschreibungen der jeweiligen Rasse sind bei der Auswahl auch sehr hilfreich! Dieses Thema betrifft natürlich auch Katzen! Wer sich ein Tier nimmt (und bitte NICHT gerade zu Weihnachten!!) übernimmt die Verantwortung für ein LEBEWESEN und hat dafür ordentlich zu sorgen! Danke für den Artikel und ich hoffe auf weitere !

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